Geschichte

Es begab sich zu der Zeit, als gefürchtete Wesen die Rebberge des Tunibergs in Aufruhr versetzten.
Ihre Aufgabe verstand sich darin, die Menschen durch Geräusche, Schläge und Heulen zu erschrecken
und ihre magische Kraft zu vollstrecken. Die Menschen lebten in ständiger Angst vor Ihnen…

Eines frostigen Wintertages begab sich ein kleines Mädchen auf Anweisung ihres Vaters in die Rebberge,
um nach brennbarem Gehölz zu suchen. Beim Versuch einen dörren Ast aufzusammeln,
rutschte sie auf dem eisbedeckten Wege aus und verletzte sich schwer.
Es wimmerte und schrie um Hilfe….doch keine Menschenseele sollte sie hören.
Neben der Kälte machte dem Mädchen auch die Angst vor den gefürchteten Gestalten zu schaffen.

Plötzlich hörte das Mädchen Geräusche. Es vernahm ein leises Heulen und das Streifen eines Besens.
Die Angst wurde größer, um so lauter die Geräusche wurden. Die Furcht,
auf die angeblich bösen Gestalten zu treffen war groß. Und so war es auch –
plötzlich tanzten mehrere Gestalten mit Besen, Hüten und rasselnden Ketten um das Mädchen,
welches vor Angst begann laut um Hilfe zu schreien.

Doch es sollte etwas wundersames passieren…

Die Gestalten zeigten dem kleinen Mädchen ihr wahres „Ich“, sie halfen ihr auf,
versorgten ihre Wunden und gaben ihr einen Trank mit heilenden und wärmenden Kräften aus eisernen Bechern,
die sie an ihren schweren Ketten um den Bauch trugen.
So konnte das Mädchen – wieder bei Kräften – in ihren Ort namens Merdingen zurückkehren
und allen ihre Geschichte von den guten besonderen Gestalten erzählen.

An jenem Tage wandelte sich die Furcht der Bewohner in Ehrfurcht,
durch das Wissen, dass diese guten Gestalten über die Rebberge des Tunibergs wachen.
Sie erhielten den Namen „Tuniberg-Hexen

Noch heute kann in stillen Nächten das schaudrige Streifen ihrer Besen und ein leises Heulen vernommen werden…